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Recht auf Stadt
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Erstellt am 10. September 2018 von stadtfueralle

Das Dreiland – als Freihandelsregion denken?

Wir in der Nordwestschweiz leben in Nachbarschaft zum oberen Elsass oder Sundgau und zum Markgräflerland. Welche Beziehungen bestehen im Dreiland? Wie stark wirken die Grenzen? Wie könnte ein autonomes Dreiland aussehen, das nicht allein von den drei Staatsgewalten bestimmt ist? Wir loten Möglichkeiten einer Freihandelsregion bezüglich der Ernährungssouveränität aus.


Was früher gang und gäbe war – nämlich die Lebensmittelversorgung aus dem Umland inklusive angrenzendes Elsass und Markgräflerland durch Marktleute ist heute nur noch punktuell bei einzelnen Betrieben der Fall.

Dafür ergiessen sich je nach Wechselkursgefälle in Blechlawinen Unmengen an Einkaufstouristen in die umliegenden Einkaufszentren von Basel.

Es geht darum, landwirtschaftliche Betriebe auf Biobasis im Dreiland zu stärken, um den Markt der Agglomeration Basel vermehrt aus dem Dreiland zu versorgen. Was würde an Dynamik dafür gewonnen werden, wenn die ProduzentInnen ihre Verkäufe und Käufe in einer eigenen Währung abrechnen könnten?

Eine eigene Währung könnte einfach die Ländergrenzen durchbrechen und würde KonsumentInnen, Märkte, verarbeitende Betriebe und landwirtschaftliche Betriebe verbinden.
Würde auf Transaktionen ein minimale Abgabe erhoben, kämen Finanzmittel zusammen, um diesen Austausch durch Direktinvestitionen bei den beteiligten Betriebe zu fördern.
Voraussetzung für ein Gelingen wäre eine starke Kooperation mit staatlichen Stellen aus den drei Ländern.

Vorbild für eine derartige Kooperation zwischen staatlichen Instanzen und Betrieben zur Lösung einer grossen gesellschaftlichen Herausforderung stellt der Basler Arbeitsrappen dar. Es ging darum die gesellschaftlichen Zerwürfnisse aus der Weltwirtschaftkrise der 30er Jahren zu überwinden. Dies gelang durch eine breite Kooperation und mit staatlicher Unterstützung zwischen den Betrieben der Bauwirtschaft. Dabei wurden pro Umsatzfranken ein Rappen in einen Fonds gelegt, aus dem dann Aufträge der öffentlichen Hand für die Allgemeinheit finanziert wurden, die durch die beteiligten Betriebe geleistet wurden. Damit konnte die hohe Arbeitslosigkeit überwunden werden durch die Schaffung von Gütern für die Allgemeinheit.

Die nachhaltige Entwicklung zur Eindämmung der ökologischen Kataklysmen ist eine ähnlich grosse Herausforderung wie damals die Überwindung der wirtschaftlichen Depression.
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Ernährungssouveränität Basel

Im Dreiland wohnen um die 800 000 Menschen, getrennt durch die Landesgrenzen zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Wie ist es um die Ernährung der BewohnerInnen bestellt? Was bräuchte es, dass die Hälfte oder mehr der Lebensmittel aus lokaler, regionaler und biologischer Herkunft stammt?
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