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Letzten Sommer hat eine Gruppe engagierter Menschen aus dem Raum Basel zusammengefunden, um Gedanken über die Umweltkrise in der Landwirtschaft auszutauschen. Ausschlaggebend dafür waren die Diskussionen rund um die Abstimmungen zu «Fair-Food» und «Ernährungssouveränität» im September 2018. So ist die Zeitung MISTGABEL entstanden. // Wir suchen noch Zeitungsverteiler*innen! Falls ihr Zeit und Lust hättet eine Route (ca. 2-3h) zu übernehmen meldet euch doch bitte unter: kontakt@stadtfuerallebasel.info

Die Klimakrise ist in aller Munde und dank vieler engagierter junger Menschen hat die Basler Politik den Klimanotstand ausgerufen. Die Klimakatastrophe kann nicht mehr geleugnet werden und beeinflusst nun mehr und mehr die politische Debatte. Zu den grössten Verursachern der durch den Klimawandel bedingten schädlichen Entwicklungen sowie gleichzeitig zu den Leidtragenden gehören die Landwirtschaft und unsere heutigen Ernährungssysteme. Nachhaltig und regional organisiert bergen diese aber auch ein enormes Potential, um diese tickende Zeitbombe zu entschärfen. Die Redaktionsgruppe lotete im Rahmen des Zeitungsprojekts Handlungsspielräume aus und beleuchtet dazu Landwirtschaft und Ernährung explizit aus verschiedenen Perspektiven.

Die Zeitung präsentiert erste Schritte auf diesem noch langen Weg, welchen wir für kommende Generationen pflastern müssen. Dass wir uns in einer Krise befinden, kann heute nicht mehr geleugnet werden. Die Umweltkatastrophe beschränkt sich längst nicht mehr auf das Klima. Sie bringt Herausforderungen mit sich, die von Einzelpersonen nicht alleine bewältigt werden können. Es braucht Raum und Zeit für Utopien als Anstoss für eine Veränderung, die schon heute beginnt. Die Beiträge [Zeitung als PDF oben rechts zum Download] bieten Information und Inspiration rund um die notwendige Entwicklung der trinationalen Region Basel hin zu einer ernährungstechnisch souveränen und solidarischeren Gemeinschaft.

Das Redaktionsteam versteht diese Zeitung als einen Aufruf: Unsere Gesellschaft muss sich mit der Umweltproblematik fundiert beschäftigen. Um eine Zukunft aufzubauen, in welcher auch kommende Generationen leben können, braucht es uns alle. Wir müssen nun aktiv werden – holen wir unsere Mistgabeln aus dem Keller und beginnen wir, die Erde umzuwälzen.

Mit solidarischen Grüssen,
die Mistgabel-Redaktion.

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Mit herzlichem Dank
Ihre MISTGABEL-Redaktion





Artikel

In Genf gibt es einerseits eine vorbildliche Vernetzung unter solidarischen kleinbäuerlichen Betrieben und zudem einige innovative, regionale Ansätze, um die Über-/Unterproduktion zu regulieren und gleichzeitig die Konsument*innen wieder näher an die landwirtschaftliche Produktion bzw. Alltagsrealität heranzuführen.
Gentechnik ist eine wichtige Voraussetzung für die globale industrielle Landwirtschaft. Sie braucht herbizidresistente Pflanzen, damit diese möglichst rentabel auf den teilweise quadratkilometergrossen Feldern in Monokultur angebaut, maschinell mit Pestiziden abgeduscht und später geerntet werden können. Das sind die GVO (Genveränderte Organismen).
Betriebe, Organisationen und Vereine etc. sind engagiert und leisten ihren Beitrag um Basel und unser Ernährungssystem unabhängiger, souveräner und solidarischer zu gestalten. Hier eine Liste einiger vielversprechender Beispiele für eine zukunftsfähige und nachhaltige Ernährung:
Im Dreiland wohnen um die 800 000 Menschen, getrennt durch die Landesgrenzen zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Wie ist es um die Ernährung der BewohnerInnen bestellt? Was bräuchte es, dass die Hälfte oder mehr der Lebensmittel aus lokaler, regionaler und biologischer Herkunft stammt?
Wir in der Nordwestschweiz leben in Nachbarschaft zum oberen Elsass oder Sundgau und zum Markgräflerland. Welche Beziehungen bestehen im Dreiland? Wie stark wirken die Grenzen? Wie könnte ein autonomes Dreiland aussehen, das nicht allein von den drei Staatsgewalten bestimmt ist? Wir loten Möglichkeiten einer Freihandelsregion bezüglich der Ernährungssouveränität aus.
Die Broschüre "irrWEGe" soll einen Überblick über die in Basel aktiven Konzerne geben, welche unsere Lebens-grundlage hier und anderer Orts zerstören. Die zusammengetragenen Texte wurden von einem Kollektiv verschiedener Menschen verfasst.
Höchste Zeit für Ernährungssouveränität – weiter wie bisher ist keine Option!
Wir stellen interessante Artikel zur Frage der Ernährungssouveränität vor.
Wie wollen wir uns heute und erst recht in der Zukunft ernähren? Ernährungsstrategien sind das Instrument, um Ernährungspolitik auf städtischer Ebene zu verankern und nachhaltig vom Acker bis auf den Teller auszugestalten.
SaisonarbeiterInnen sorgen dafür, dass unser Gemüse frisch und billig auf den Teller kommt. Sie arbeiten unter prekärsten Bedingungen in der Schweiz.
Einige spannende Zahlen und Fakten rund um unsere Ernährungssysteme. Damals wie heute:
Die Initiative will neue Wege für die Agrar-­‐ und Ernährungspolitik der Schweiz eröffnen. Ziel ist Zukunftsperspektiven für die aktiv Tätigen in der Landwirtschaft zu schaffen, den Erwartungen der Bevölkerung nach sozial und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln gerecht zu werden, die natürlichen Produktionsgrundlagen zu schützen und für einen fairen internationalen Handel einzustehen.